Die Schweizer Rheinsalinen sind ein Unternehmen aus der Pionierzeit der Industrie. Sie gewinnen seit 1837 den lebenswichtigen Rohstoff Salz und sichern damit die Versorgung der Schweiz. Salz war eine der zentralen Ressourcen der chemischen Industrie im Raume Basel und ebenso die Grundlage für die Badekultur in der Stadt Rheinfelden AG und in andern Solbädern der Schweiz. Das Salz am Rhein beendete die jahrhundertelange Abhängigkeit vom Ausland und gab den damals jungen Kantonen Basel-Landschaft und Aargau die finanzielle Startbasis für den Aufbau.
Aus vier sich konkurrenzierenden privaten Salinen entstand 1909 ein einziges Unternehmen, das heute in Schweizerhalle BL und Riburg AG insgesamt pro Jahr 400'000 - 500'000 Tonnen Salz gewinnt. Die Schweizer Rheinsalinen sind heute im Besitz der Kantone (ohne Waadt), des Fürstentums Liechtenstein und der Südsalz GmbH Heilbronn, Deutschland. Im Konkordatsvertrag von 1973 regelten die Kantone den Salzverkauf. Sie garantierten damit die Versorgung aller Regionen mit Salz zu günstigen und einheitlichen Preisen.
Die Salzgewinnung in den Salinen Schweizerhalle BL und Riburg AG ist zweifach nahe liegend – die Transportdistanz zu den Kunden ist kurz und der Abbau mit der Laugetechnik ist umweltschonend. Das Prinzip: Die Salzschicht des Ur-Meeres wird angebohrt, mit Wasser aufgelöst und diese Salzlösung (Sole) in der Saline wieder eingedampft. Zurück bleibt reines Salz, getrennt von Wasser, Gips und Kalk (Kapitel «Salzgewinnung»).
Wir fühlen uns dem Salz als Kulturgut und dem Salz als Lebensmittel und Industrieprodukt verpflichtet und respektieren die modernen Qualitäts- und Leistungsansprüche unserer Kunden.
Die Schweizer Rheinsalinen engagieren sich in der «Vereinigung der Europäischen Salzproduzenten» (EuSalt, European Salt Producers' Association) und vertreten dort gesamtschweizerische Interessen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit, Qualität, Normen, Standards und Umwelt. EuSalt ist die Stimme der Salzproduzenten in Europa und in der EU.
GESELLSCHAFTSZWECK:
- Produktion, Einfuhr, Verwertung und Verkauf von Salz. Salzgemischen und Sole.
- Ausbeutung der Salzvorkommen auf Grund von Konzessionsverträgen mit den Kantonen BL und AG.
- Betrieb der beiden Salinen Schweizerhalle BL und Riburg AG.
RECHTE/PFLICHTEN:
- Sicherstellung der inländischen Versorgung mit allen Salzarten durch Eigenproduktion, Lagerung und Handel.
- Abführen von Regalgebühren an die Aktionärskantone und das Fürstentum Liechtenstein.
SITZ VEREINIGTE SCHWEIZER RHEINSALINEN, 4133 PRATTELN 1 - BL:
| Aktienkapital |
11.164 Mio. CHF |
| Aktionäre |
25 Kantone (ohne VD), Fürstentum Liechtenstein, Südsalz GmbH Heilbronn, Deutschland |
| Verwaltungsrat |
26 Mitglieder, Repräsentanten der Kantone resp. des Fürstentums Liechtenstein |
| Leitung |
Dr. Jürg Lieberherr, Direktor |
| Tätigkeit |
Salzgewinnung für die Versorgung der Schweiz (ohne VD) und das Fürstentum Liechtenstein, keine Folgeprodukte
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| Produktion |
400 - 500’000 Tonnen pro Jahr |
| Umsatz |
60 - 70 Mio. CHF |
| Personal |
150 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen |
| Produkte |
Speisesalze, JuraSel® |
ca. 9 % (%-Anteil in Tonnen) |
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Landwirtschaftssalze, SWISSBLOC® |
ca. 5 % |
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Gewerbesalze |
ca. 20 - 25 % |
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Wasserenthärter-Regeneriersalze, REOSAL® |
ca. 8 % |
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Auftausalze |
ca. 20 - 45 % |
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Sole und Badesalz, ACTISAL® |
ca. 3 % |
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Fremdprodukte |
ca. 6 % |
| Prod. Kapazität (Schichtbetrieb) |
Schweizerhalle BL
200'000 t |
Riburg AG
230’000 t |
| Lagerkapazität |
34’000 t |
118’000 t |
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BETEILIGUNGEN:
- Rheinsalz AG, Schweizerhalle, Pratteln (55%), Produktion von Tablettensalz
- SWS-Alpensalz GmbH, DE-Heilbronn (10%), Produktion und Handel des Vollsortiments in Europa
- Agrosal GmbH, DE-Heilbronn (45%), Produktion von Lecksteinen für die Landwirtschaft